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Was kostet eine Website für kleine Unternehmen — und wovon hängt der Preis ab?

· Georgios Tertlidis, Studio Georg · 3 Min. Lesezeit

„Was kostet eine Website?“ ist die häufigste Frage in Erstgesprächen — und die ehrlichste Antwort lautet: Es kommt darauf an. Das klingt nach Ausrede, ist aber keine, wenn man dazusagt, worauf genau es ankommt. Genau das tut dieser Artikel. Konkrete Beträge werde ich hier nicht nennen — nicht aus Geheimniskrämerei, sondern weil jede Pauschalzahl ohne Blick auf Ihr Vorhaben geraten wäre. Aber Sie erfahren, an welchen Stellschrauben der Preis hängt und woran Sie ein faires Angebot erkennen.

Stellschraube 1: der Umfang

Der offensichtlichste Faktor: Wie viel Seite brauchen Sie? Eine kompakte Seite mit Start, Leistungen, Kontakt und Impressum ist deutlich schneller gebaut als ein Auftritt mit vielen Unterseiten, mehreren Leistungsbereichen und eigenen Team- und Referenzseiten. Dabei gilt: Nicht die Technik macht den Umfang, sondern die Zahl der Inhalte, die geplant, gestaltet und befüllt werden wollen. Und mehr ist nicht automatisch besser — eine fokussierte Seite, die eine Sache klar sagt, schlägt oft den ausufernden Auftritt.

Stellschraube 2: die Inhalte — der unterschätzte Posten

Texte und Bilder sind der Posten, der in Angeboten am häufigsten untergeht. Liegen Ihre Texte fertig vor? Gibt es brauchbare Fotos vom Betrieb, oder braucht es neue? Texte schreiben, Fotos organisieren, Bildrechte klären — das ist echte Arbeit, egal wer sie macht. Fragen Sie deshalb bei jedem Angebot nach, ob Inhalte enthalten sind: An dieser Stelle unterscheiden sich Angebote oft stärker als bei der Technik.

Stellschraube 3: die Funktionen

Ein Kontaktformular gehört zur Grundausstattung. Alles darüber hinaus ist Aufwand, der sich lohnen muss:

  • Online-Terminbuchung, Mehrsprachigkeit oder geschützte Bereiche sind eigene Bausteine, keine Häkchen im Formular.
  • Ein Online-Shop spielt in einer eigenen Liga: Produktpflege, Bezahlwege, Versand, Rechtstexte — das ist ein Projekt für sich, kein Zusatz-Feature.
  • Ehrlich gefragt: Braucht der Betrieb die Funktion wirklich zum Start? Vieles lässt sich später ergänzen, wenn die Seite sich bewährt hat.

Stellschraube 4: Vorlage oder Maßarbeit

Ob die Seite auf einer sauber angepassten Grundlage aufbaut oder komplett individuell entworfen wird, macht einen spürbaren Unterschied — im Preis wie im Ergebnis. Beides kann richtig sein: Für viele kleine Betriebe reicht die angepasste Grundlage völlig; Maßarbeit lohnt sich, wenn der Auftritt selbst ein Aushängeschild sein soll.

Nicht vergessen: die laufenden Kosten

Einmal bauen reicht nicht. Domain und Hosting kosten laufend Geld (überschaubar, aber dauerhaft), und die Seite selbst braucht Pflege: Updates, Sicherheit, kleine Anpassungen. Rechnen Sie beides von Anfang an mit ein und fragen Sie konkret: Was kostet mich die Seite im Jahr — nicht nur zum Start? Seriöse Anbieter beantworten das, ohne auszuweichen.

Woran Sie ein faires Angebot erkennen

  • Der Preis steht schriftlich fest, bevor die Arbeit beginnt — und dabei bleibt es.
  • Das Angebot schlüsselt auf, was enthalten ist und was nicht: Seiten, Inhalte, Funktionen, Pflege.
  • Domain und Verträge laufen auf Ihren Namen — Sie bleiben Eigentümer, auch wenn Sie den Dienstleister wechseln.
  • Keine langen Knebellaufzeiten, keine versteckten Posten.
  • Man sagt Ihnen auch, was Sie nicht brauchen.

So handhabe ich es selbst: Festpreis nach kurzem Erstgespräch, schriftliches Angebot, keine versteckten Kosten. Was in den Paketen steckt, sehen Sie unter Leistungen & Preise — und ob es überhaupt schon eine Website sein muss, klärt der Artikel Website oder nur Google-Profil?.

Kurz gefragt
  • Weil sie ohne Gespräch geraten wären. Zwei Websites mit „fünf Seiten“ können sich im Aufwand um ein Mehrfaches unterscheiden — je nachdem, ob Inhalte fertig vorliegen und welche Funktionen dazukommen. Ein seriöser Preis entsteht nach einem kurzen Gespräch, nicht davor.

  • Baukasten-Anbieter haben Gratis-Tarife, und für einen allerersten Gehversuch können die genügen. Bezahlt wird mit eingeblendeter Werbung, einer fremden Adresse und engen Grenzen. Ob das reicht, hängt davon ab, was der Auftritt für Sie leisten soll — für manche reicht es tatsächlich.

  • Beide Modelle gibt es, und beide können passen. Entscheidend ist, dass klar geregelt ist, wem Domain und Inhalte gehören und was bei einer Kündigung passiert — lassen Sie sich das vor Vertragsschluss schriftlich geben.

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